Lerntagebuch 2
Lerntagebuch 2
Formen der Repetition
Welche Formen setze ich im
Unterricht ein?
Die Repetition wird
vermutlich vor allem aus Zeitgründen vernachlässigt. Man übermittelt den Stoff
und erwartet dann eigentlich, dass zuhause repetiert wird. Vermutlich machen
das aber meine Lernenden auch wiederum aus Zeitgründen eher weniger.
Vor Prüfungen wird dann
meistens der ganze Stoff repetiert. Dies geschieht anhand der Lernzielen und
mit dem Buch, den Folien und den ausgehändigten Unterlagen.
Während des normalen
Unterrichts setze ich manchmal verschiedene Methoden ein, um den vermittelten
Stoff zu repetieren:
Fragen zum Stoff bearbeiten
Texte lesen und
Schlüsselbegriffe einsetzen
Zusammenfassung oder Spick
schreiben lassen
Was ich auch ab und zu im
Unterricht einsetze, ist die Erstellung eines Posters. Allerdings verzichte ich
(aus Rücksicht auf die Umwelt) auf grosse Posters oder Flipchart und stelle ein
A3 oder A4-Blatt zur Verfügung. Auf diesem muss dann zu einem ausgewählten
Thema eine sinnvolle Zusammenfassung erstellt werden, auch mithilfe grafischer
Elemente.
Die Frage ist vielleicht
noch, was ist eigentlich Repetition? Ist es den Inhalt nochmals anders
darzulegen, das genau gleiche zu wiederholen oder eine Vorgehensweise, bei dem
man etwas im Kopf behält und nicht mehr vergisst?
2. Stichworte zu den
Lerntheorien
Hier muss ich zugegebenerweise
etwas passen, ich habe zur Zeit soviel um die Ohren und auch der Einstieg ins
Semester war etwas überladen, dass ich grad Mühe habe, 30 Stichwörter aus dem
Ärmel zu schütteln. Ich habe wohl zu wenig repetiert. Trotzdem versuche ich es
einmal:
Konditionierung, Positive
Gefühle, Lernsituationen, Kognitionspsychologie, Metakognition,
Modellernen, Motivation, Selbstbilder, Zusammenfassungen, Theorie, Praxis,
Anleitung, Gehirn, Struktur, Zielorientiert, Lernen, Checklisten, Mindmap,
angepasste Zielsetzung, Zeitmanagement, Logbuch...
Ich muss hier leider
stoppen, ich könnte noch raten und weitere Begriffe einfügen. Aber so ganz gut
mag ich mich nicht mehr erinnern. Dies zeigt als Beispiel, wie wichtig eine
gute Repetition ist, damit man Dinge nicht vergisst, welche man gelernt hat.
3. Wie kann ich mir Dinge
merken?
Am besten erinnere ich mich
an etwas, was ich selber im Unterricht ausprobiert habe. Wenn ich eine Theorie
angewendet oder in diesem Fall eine Repetition durchgeführt habe, bleibt sie
auch in meinem Gedächtnis.
Ich würde die Form Learning
by doing nennen. Ich wende sehr oft neu Gelerntes in meinem Unterricht an. Wenn
ich diese Theorie dann ein paar Mal umgesetzt oder sie in eine praktische Form
gebracht habe, bleiben sie mir auch noch Monate später in Erinnerung.
Allerdings ist dies bei
theoretischen Modellen nicht immer sinnvoll und möglich, dass man sie in die
Praxis umsetzen kann. Um Theorien zu lernen, schreibe ich manchmal
Zusammenfassungen und repetiere diese von Zeit zu Zeit, das heisst, ich lese
sie gut durch und mache mir Gedanken dazu.
Im Text über die Repetition
ist nochmals schön zusammengefasst, auf was es beim Repetieren drauf an kommt.
Verschiedene Methoden wie z.B. überlernen werden erklärt. Schlussendlich muss
man natürlich auch eine Auswahl treffen, was man überhaupt behalten will. Wir
nehmen tagtäglich so viele Informationen auf, welche man vielleicht manchmal
gar nicht alles behalten will...
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du zwischen Kindern, Job und Ausbildung jonglierst und es immer gerade für das reicht, was am akutesten ist. Logisch, bleibt da das Repetieren auf der Strecke. Wenn ich an die Prüfung in Berufspädagogik bei Herrn Maurer denke, die im Januar kommt und für die viel auswendig gelernt werden muss, zieht sich bei mir der Brustkasten zusammen. Eine seriöse Lernende sollte jetzt, und zwar gerade jetzt, mit dem Repetieren beginnen, sonst wird der ganze Stoff dann über Weihnachten in den Kopf gestopft. Ich beginne immer mit dem, was ich einfach und spannend finde und arbeite mich dann zum mühsameren Teil durch. Wenn ich die erste Stunde, also den Einstieg gemacht habe, dann geht’s zum Glück nachher recht flüssig. Ich hoffe, ich fange bald an. Zuerst aber noch akuter: Leistungsnachweis Poster zu Cybermobbing, Leistungsnachweis Betriebsbesichtigung, Prüfung Strukturlegetechnik. Ich will aber nicht jammern, das Ganze ist frei gewählt und schlussendlich finde ich es immer noch toll, wieviel neues Wissen ich mir aneignen darf und verglichen zu meinem ersten Studium an der Uzh ist mein Repetierverhalten (oder zumindest das Bewusstsein darüber) schon massiv verbessert worden.
AntwortenLöschen